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Mitglieder des „Angelsport Verein Glinde von 1981 e.V.“ (bei Hamburg)

Werte Mitglieder des Angelvereins Glinde bei Hamburg.

Aus mehrfach gegebenem Anlass weisen wir hiermit darauf hin, dass es sich bei uns nicht um Ihren lokalen Angelverein handelt.

Da in der Vergangenheit mehrfach Kündigungen sowohl per E-Mail als auch postalisch bei uns eingegangen sind, weisen wir auf diesen Umstand erneut hin.

Zur Klärung Ihrer Anliegen wenden Sie sich Bitte an den für Sie zuständigen Verein, welchen Sie über die Internetadresse asv-glinde.de erreichen!

Petri Heil und beste Grüße aus dem schönen Glinde, !!!!bei Magdeburg!!!, in Sachsen-Anhalt und nicht bei Hamburg!!!

Jahresrückblick des Gewässerwartes 2016

Der Hohe Teich mit der Gewässernummer 6-400- 26 ist als Pflegegewässer dem ASV Glinde e.V. zugeordnet. Unser Verein kümmerte sich im letzten Jahr im Rahmen von vier Arbeitseinsätzen um die Erhaltung und Pflege des etwa 0,5 ha großen Areals.

Beim ersten Arbeitseinsatz des Jahres am 24.04.2016 kümmerten sich 9 Sportfreunde um die Grünpflege und den Schutz einzelner junger und alter Bäume vor Wildverbiss, insbesondere durch
den Biber. Um den reichhaltigen Besatz des Kreisangelverbandes optimal nutzen zu können, wurden zudem weitere Angelplätze vorübergehend angelegt.

Um das Hegefischen am 28.05.2016 und die Freizeitfischerei angenehm zu gestalten, wurden zwei
Tage zuvor von zwei Vereinsmitgliedern die Angelplätze freigemäht. Zur Erleichterung der Mäharbeiten wurde Ende Mai ein  Freischneider der Marke FS 55 von der Firma Stihl angeschafft. Im
Rahmen des Hegefischens konnte ein reicher Bestand an Plötzen und vor allem Rotfedern festgestellt werden. Dieser bildet eine gute Nahrungsgrundlage für einen guten Raubfischbestand, wie Hecht
und Aal.

Eine zunehmende Verkrautung unseres eutrophen Pflegegewässers während der Sommermonate mit Hornblattgewächse wird mit Sorge betrachtet. Durch die massive Ausbreitung der Ceratophyllum-Arten über das Gewässer und den guten Schilfbeständen an den Uferrändern kommt es zu einer erheblichen Biomasseentwicklung. Die unzureichende Lichtversorgung des Gewässerbodens (Benthal) und die schlechte Sauerstoffversorgung während der Sommernächte, durch die Dissimilation (Atmung) der Pflanzen führt zu einer zunehmenden Lebensraumfeindlichkeit in den Bodennahen Gewässerarealen. Das Absterben der Pflanzenbiomasse im Spätherbst führt zudem zu einer massiven Ausbreitung von Faulschlämmen am Gewässergrund. Die Methan- und Schwefelwasserstoffhaltigen Ausgasungen in Kombination mit zunehmender Sauerstoffarmut im Benthal führt zu einem Artenrückgang der bodenbewohnen Organismen, welche als Benthos bezeichnet werden. Der Hohe Teich unterliegt zunehmend dem Verlandungsprozess, Sukzession genannt und wird ohne entsprechende Bewirtschaftungsmaßnahmen als Angel- und Fischgewässer zunehmend ungeeigneter. Der Autor geht davon aus, dass im Salzlandkreis nährstoffreiche (eutrophe) Gewässer dominieren. Ursächlich für die Nährstoffeinträge in die Gewässer kann eine intensive landwirtschaftliche Nutzung (Düngung) in unseren Gefilden sein.

Auch die zunehmende Abundanz von Wildgänsen erhöht die Nährstoffeinträge in die Gewässer. So bietet der Kiessee Pömmelter Straße (6-402- 5) für das Wassergeflügel ein schützendes Nachtquartier vor Raubwild. Dr. David Ritterbusch (Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow e.V.) warnt, dass
ziehende Wildgänse, wie die Saatgans, Blässgans uns Graugans erhebliche Nährstoffmengen durch die Kotabsetzung in ein Gewässer eintragen können. Nach dem Äsen auf den Äckern und
Grünlandflächen rasten die Tiere über die Mittags- und Abendstunden auf den Gewässerflächen. Pro Vogelübernachtung kann man, so Ritterbusch, von 15g TM Kot ausgehen, bestehend aus 1% Phosphor und 5% Stickstoff. Untersuchungen am Rangsdorfer See (240ha) und Gülper See (440ha) zeigten, dass regelmäßig 40.000 beziehungsweise 100.000 bis 200.000 Wildgänse den Schutz des Gewässers aufsuchten und so 150 bis 400 Gänse pro Hektar zu zählen waren. Diese trugen in einer einzigen Nacht zwischen 22g bis 60g Phosphor und 112g bis 300g Stickstoff pro Hektar ein. In Folge dessen war ein Anstieg des Phytoplanktons zu beobachten, was zu einer Gewässertrübung führen
kann und Makrophyten reduziert. Die Gefahr der Bildung giftiger Cyanobakterien steigt und das Gewässer ist zunehmend ausstickungsgefährdeter.

Aus diesem Grund ist im Rahmen einer ordnungsgemäßen Gewässerbewirtschaftung nach Auffassung des Autors ein Nährstoffentzug im Gewässer notwendig, um einen günstigen Erhaltungszustand zu bewahren und einer Verschlechterung des Gewässerzustandes entgegenzuwirken.

So wurde am 10.07.2016 am Hohen Teich eine manuelle Entkrautung auch zu Boot am Hohen Teich durchgeführt. Die vorhandenen Sitzgelegenheiten wurden renoviert beziehungsweise erneuert. Die Angelplätze und Zugänge wurden in gewohnter Weise gemäht. Vom 28.09. bis 30.09.2016 wurde von zwei Sportfreunden unseres Vereins die Entkrautung fortgesetzt, um einer Verlandung und entgegen zu wirken und das Gewässer zur Angelfischerei zu erhalten.

Nach dem am 10.09.2016 die routinemäßigen Baumschnitt- und Mäharbeiten erfolgten, konnte am 31.10.2016 unter Absprache und mit Unterstützung der örtlichen Jagdgenossenschaft sowohl zehn neue Rotbuchen als auch zehn neue Feldulmen am Hohen Teich gepflanzt werden. Eine Beschattung durch die Bäume kann künftig einer „Algenblüte“ im Gewässer entsprechend entgegenwirken. Zudem bieten die Bucheckern dem Wildbestand im Winter Nahrung. Mit über 60 Arbeitsstunden im Jahr 2016 am „Hohen Teich“ lieferte der ASV Glinde e.V. im Rahmen seiner Möglichkeiten, einen Beitrag zur Erhaltung der Angelgewässer im Land Sachsen- Anhalt.